{"id":55,"date":"2012-03-09T20:46:50","date_gmt":"2012-03-09T20:46:50","guid":{"rendered":"http:\/\/lissenzephalie.de\/site\/?page_id=55"},"modified":"2024-08-09T16:28:33","modified_gmt":"2024-08-09T14:28:33","slug":"uber-pvnh-filamin-a","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lissenzephalie.de\/?page_id=55","title":{"rendered":"PVNH &#8211; Filamin A"},"content":{"rendered":"<h2>Denn wir glauben, dass \u2026<\/h2>\n<ul>\n<li>wir gemeinsam st\u00e4rker sind und Sorgen und Probleme besser tragen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>wir uns gegenseitig unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, unser Kind so anzunehmen und zu lieben, wie es geboren wurde.<\/li>\n<li>wir gemeinsam anregen k\u00f6nnen, dass in naher oder ferner Zukunft wirksame Therapien oder Medikamente gefunden werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>auch erwachsene Betroffene sich gegenseitig weiterhelfen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_9380505016ade6e0505f0f\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Was ist eine X-chromosomale periventrikul\u00e4re (nodul\u00e4re) Heterotopie und wie entsteht sie?\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_9380505016ade6e0505f0f\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <ul>\n<li><strong>periventrikul\u00e4r:<\/strong> um die seitlichen Hirnkammern (Seitenventrikel) gelegen<\/li>\n<li><strong>nodul\u00e4r:<\/strong> knotenf\u00f6rmig<\/li>\n<li><strong>Heterotopie:<\/strong> nicht am \u00fcblichen Platz<\/li>\n<li><strong>Neuronale Migration:<\/strong> w\u00e4hrend der normalen Hirnentwicklung wandern die Nervenzellen vom Ort ihrer Entstehung, seitlich neben den Seitenventrikeln nach au\u00dfen zu ihrem Zielort, der sp\u00e4teren Hirnrinde. Wird dieser Prozess gest\u00f6rt, kann ein Teil dieser Nervenzellen ihren Zielort nicht erreichen und bleibt an einem un\u00fcblichen Platz als sogenannte Heterotopie (Anh\u00e4ufung von Nervenzellen) liegen. Die resultierenden Krankheitsbilder werden unter dem Oberbegriff der neuronalen Migrationsst\u00f6rungen zusammengefasst. Wenn bereits der Start dieser Wanderungsbewegung gest\u00f6rt ist, bleiben die Nervenzellen als knotenf\u00f6rmige Anh\u00e4ufung direkt an ihrem Ursprungort liegen und sind im MRT als typische symmetrische kn\u00f6tchenf\u00f6rmige Heterotopien neben den Seitenventrikeln sichtbar.<br \/>\n(periventrikul\u00e4re nodul\u00e4re Heterotopien = PVNH).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erkannt werden kann die PVNH durch eine Kernspin- bzw. Magnetresonanztomographie (MRT).<\/p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><br \/>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_13736809786ade6e0505f9e\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Die h\u00e4ufigste Ursache daf\u00fcr ist das Protein Filamin A\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_13736809786ade6e0505f9e\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <p>Bei weiblichen Patienten geht eine solche bilaterale symmetrische PVNH in den meisten F\u00e4llen auf eine heterozygote Genver\u00e4nderung (Mutation) im X-chromosomal lokalisierten Filamin A-Gen zur\u00fcck. Die genetische Untersuchung des Filamin A-Gens kann nach genetischer Beratung in einem humangenetischen Labor aus einer Blutprobe durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><br \/>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_20674467686ade6e0505fe0\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Was ist Filamin A?\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_20674467686ade6e0505fe0\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <p>Filamin A (FLNA) ist ein Protein, das Bindungspartner f\u00fcr viele weitere Proteine ist. Es geh\u00f6rt u. a. zu den Aktin-bindenden Proteinen, die ein Hauptbestandteil des Zytoskeletts sind und ist an einer Vielzahl von Prozessen, insbesondere im Zusammenhang mit der Fortbewegung von Zellen beteiligt, u.a auch bei der Entwicklung des Gehirns und des Skelettsystems, der Herzklappen, der Stabilit\u00e4t von Blutgef\u00e4\u00dfen und der Blutgerinnung.<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderungen im Filamin A-Gen k\u00f6nnen neben einer PVNH auch andere Krankheitsbilder verursachen, wobei die Art der Genver\u00e4nderung bestimmt, welche klinische Symptomatik bei dem einzelnen Patienten auftritt (sogenannte Genotyp-Ph\u00e4notyp-Korrelation):<\/p>\n<p>So weisen Patientinnen mit einer PVNH meistens Genver\u00e4nderungen im Filamin A-Gen auf, welche zu einem Funktionsverlust des Proteins f\u00fchren (sogenannte \u201eloss of function\u201c-Mutationen). Dagegen wurden ganz bestimmte Sequenzver\u00e4nderungen im Filamin A-Gen (sogenannte \u201eMissense-Mutationen\u201c), welche wahrscheinlich in einem \u201eFunktionsgewinn\u201c des Proteins resultieren (sog. \u201egain of function\u201c-Mutationen), immer wieder mit einen Spektrum ganz spezifischer Skeletterkrankungen assoziiert (OPD-Spektrum-Erkrankungen), hierzu z\u00e4hlen wir heute:<\/p>\n<ul>\n<li>Otopalatodigitales-Syndrom Typ I (OPD1)<\/li>\n<li>Otopalatodigitales-Syndrom Typ II (OPD2)<\/li>\n<li>Frontometaphyseale Dysplasie (FMD)<\/li>\n<li>Melnick-Needles-Syndrom (MNS)<\/li>\n<\/ul>\n<p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><br \/>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_10767052706ade6e050607a\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Bindegewebsschw\u00e4che\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_10767052706ade6e050607a\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <p>Manche Patienten mit einer Filamin A-Mutation weisen zus\u00e4tzlich klinische Zeichen einer Bindegewebsschw\u00e4che auf, die mit einer erh\u00f6hten Hautelastizit\u00e4t mit ungew\u00f6hnlicher Zerrei\u00dfbarkeit einhergeht. Patienten leiden an \u00fcberstreckbaren Gelenken und Luxationen. Auch nach einfachen Verletzungen der Haut bleiben ungew\u00f6hnlich h\u00e4ufig deutliche Narben zur\u00fcck. Weitere Symptome sind: Kyphosholiose, Mitralklappenprolaps, Aortenaneurysma, und h\u00e4morrhagische Diathese. Einige Patienten leiden au\u00dferdem unter funktionellen St\u00f6rungen der inneren Organe wie z.B. Bauchdeckeneinrisse (Hernien) oder Darmrupturen.<\/p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><br \/>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_2115726636ade6e05060be\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Kann eine nodul\u00e4re Heterotopie vererbt werden?\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_2115726636ade6e05060be\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <p>Grunds\u00e4tzlich kann eine nodul\u00e4re Heterotopie auf verschiedene genetische oder auch nicht-genetische Ursachen zur\u00fcckgehen. So werden vereinzelte nodul\u00e4re Heterotopien sehr h\u00e4ufig begleitend bei Hirnfehlbildungen verschiedener Ursache beobachtet und sind hier eher unspezifischer Ausdruck einer global gest\u00f6rten Hirnentwicklung.<\/p>\n<p>Das typische Bild der bilateralen symmetrischen nodul\u00e4ren Heterotopien geht jedoch sehr h\u00e4ufig auf Mutationen im X-chromosomal lokalisierten Filamin A-Gen zur\u00fcck.<br \/>\nFrauen tragen in ihrem Erbgut zwei X-Chromosomen, von denen in jeder Zelle nach dem Zufallsprinzip eine Kopie ausgeschaltet ist. Somit wird durch solche Zellen, die die gesunde Filamin A-Genkopie verwenden, meistens ausreichend normales Filamin A-Protein gebildet, um f\u00fcr einen Teil der Nervenzellen eine korrekte Wanderung zur sp\u00e4teren Hirnrinde zu erm\u00f6glichen. Ein Teil der Nervenzellen wird jedoch in der Wanderung gest\u00f6rt und bildet die typische symmetrische Ansammlung heterotoper Neurone neben den Seitenventrikeln.<\/p>\n<p>Wenn diese Frauen selbst Kinder planen, geben sie jeweils eines der beiden X-Chromosomen an eigene Nachkommen weiter. Somit sind diese mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% erneut Tr\u00e4ger dieser Filamin A-Mutation. Entwickelt sich ein M\u00e4dchen mit Filamin A-Mutation auf einem der beiden X-Chromosomen, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit im MRT wiederum typische Ver\u00e4nderungen einer PVNH aufweisen. Ob und in welchem Umfang es aber klinische Zeichen einer PVNH entwickelt, wird durch das Ausma\u00df und die Lokalisation der heterotopen Neurone bestimmt und kann nicht sicher vorhergesagt werden.<\/p>\n<p>Erh\u00e4lt ein Sohn von der Mutter das X-Chromosom mit der Filamin A-Mutation, dann hat es keine zweite Genkopie und kann meistens gar kein normales Filamin A-Protein bilden. Die klinischen Auswirkungen sind deshalb sehr viel schwerer und h\u00e4ufig kommt es zur Fehlgeburt oder das Kind verstirbt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt.<\/p>\n<p>Insgesamt besteht also f\u00fcr die Nachkommen solcher heterozygoter Mutationstr\u00e4gerinnen ein Risiko von 50% f\u00fcr M\u00e4dchen, wieder heterozygote Tr\u00e4gerinnen dieser Mutation zu sein und klinische Zeichen einer PVNH zu entwickeln, wobei die Schwere der Merkmalsauspr\u00e4gung auch innerhalb einer Familie sehr variieren kann.<\/p>\n<p>Auch 50% der Buben sind erneut Tr\u00e4ger der Filamin A-Mutation. Ein hoher Prozentsatz dieser Buben ist nicht lebensf\u00e4hig, so dass ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Fehlgeburten und Totgeburten besteht. Lebendgeborene Buben sind h\u00e4ufig sehr schwer betroffen und haben eine sehr ung\u00fcnstige Prognose.<\/p>\n<p>In dieser Situation kommt der genetischen Beratung von Patientinnen und Familien insbesondere im Zusammenhang mit der eigenen Familienplanung eine ganz besondere Bedeutung zu. Hierbei k\u00f6nnen mit der Familie die Vererbung und die Risiken f\u00fcr eigene Nachkommen und evtl. auch andere Familienangeh\u00f6rige besprochen werden. Es kann eine genetische Testung der Patientin zum Nachweis der urs\u00e4chlichen Mutation veranlasst werden und nach Vorliegen des Befundes k\u00f6nnen die verschiedenen M\u00f6glichkeiten im Rahmen der Familienplanung ggf. incl. einer vorgeburtlichen Diagnostik in einer nachfolgenden Schwangerschaft sowie alle Ihre Fragen zur Genetik der Erkrankung in aller Ruhe und ergebnisoffen besprochen werden.<\/p>\n<p>Wenn bei dem Patienten die Filamin A Mutation entdeckt wurde, kann bei den Eltern durch eine DNA-Analyse an Blutzellen auch festgestellt werden, ob diese auch die Mutation tragen. Bei Eltern, die die Mutation nicht an Blutzellen tragen, liegt das Risiko bei unter 1%, dass weitere Kinder die PVNH haben aufgrund der seltenen M\u00f6glichkeit eines sogenannten Keimzellmosaiks (Vorliegen der Mutation nur in einem Teil der Samen- oder Eizellen und ggf. auch in einem Teil anderer K\u00f6rperzellen.<\/p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><br \/>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_6380376676ade6e0506161\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Klinische Befunde\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_6380376676ade6e0506161\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <p>Eine Besonderheit der Filamin A- assoziierten Erkrankungen ist das breite Spektrum klinischer Auff\u00e4lligkeiten, die manchen, aber nicht allen Patienten in unterschiedlich schwerer Auspr\u00e4gung gefunden werden und die Diagnosestellung h\u00e4ufig erschweren:<\/p>\n<ul>\n<li>Epilepsie (Anfallsleiden)<\/li>\n<li>Entwicklungsverz\u00f6gerung<\/li>\n<li>Psychiatrische St\u00f6rungen oder Verhaltensauff\u00e4lligkeiten und Lernprobleme<\/li>\n<li>Herz-Kreislauferkrankungen (Herzklappenerkrankungen, offener Ductus botalli)<\/li>\n<li>Gef\u00e4\u00dferkrankungen (Aneurysmen, Stenosen und Schlaganfall)<\/li>\n<li>Bindegewebsschw\u00e4che<\/li>\n<li>Muskelschw\u00e4che<\/li>\n<li>Gerinnungsst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Motilit\u00e4tsst\u00f6rungen des Magen und Darmtraktes (Verstopfung, Erbrechen)<\/li>\n<li>\u00dcberstreckbarkeit von Gelenken und \u00dcberdehnbarkeit der Haut<\/li>\n<li>Ern\u00e4hrungsprobleme<\/li>\n<li>Lungenerkrankungen<\/li>\n<li>Immunschw\u00e4che<\/li>\n<li>Intelligenzminderung (nicht selten ist die Intelligenz normal)<\/li>\n<li>Dyslexie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein typisches Merkmal, welches h\u00e4ufig Anlass f\u00fcr eine MRT-Untersuchung und die Diagnose einer PVNH ist, sind epileptische Anf\u00e4lle. Diese beginnen nicht selten erst zwischen dem 10. und &#8211; 20. Lebensjahr, teils aber auch fr\u00fcher. Auch ein offener Ductus arteriosus botalli oder bestimmte angeborene Herzklappenerkrankungen (insbes. Mitralklappenprolaps oder -dysplasie) sind ein typisches klinisches Merkmal, welches insbesondere in Kombination mit weiteren Auff\u00e4lligkeiten Anlass zu einer MRT-Untersuchung sein sollte. Urs\u00e4chlich kann die PVNH nicht behandelt werden. Es k\u00f6nnen nur die einzelnen Symptome gelindert werden. Die Behandlung sollte individuell in Abh\u00e4ngigkeit von den auftretenden Symptomen besten an einem Zentrum mit Erfahrung in der Betreuung von PVNH -Patienten erfolgen.<\/p>\n<p>Am besten werden Betroffene unserer Meinung nach in Unikliniken versorgt, die in der Regel etwas aufgeschlossener und erfahrener mit seltenen Erkrankungen als das Krankenhaus vor Ort sind. Wichtig sind in regelm\u00e4\u00dfigen Abschnitten bildgebende Verfahren (MRT, Ultraschall) des Gehirns und des Herzens, um eventuell auftretende Erweiterungen oder Verengungen festzustellen und bei Bedarf zu behandeln. Bei Problemen mit den Gef\u00e4\u00dfen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Blutdruck nicht zu hoch ist.<\/p>\n<p>Bei unklaren Ereignissen, die einen epileptischen Anfall nahe legen, sollte umgehend neurologische Untersuchung incl. EEG veranlasst werden und ggf. eine entsprechende antiepileptische Therapie eingeleitet werden. Ob eine fr\u00fchzeitige Therapie, schon im Vorfeld einer manifesten Epilepsie, Vorteile im Verlauf der Erkrankung bringen w\u00fcrde ist bislang nicht gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Bei Muskelschw\u00e4che ist der regelm\u00e4\u00dfige Besuch eines Orthop\u00e4den und regelm\u00e4\u00dfige Krankengymnastik erforderlich. Probleme mit Verstopfung k\u00f6nnen in einfachen F\u00e4llen mit Hausmitteln (z.B. viel ausreichende Trinkmenge, Verzehr von Actimel, Buttermilch) behandelt werden, in schwereren F\u00e4llen helfen Abf\u00fchrmittel, Klistiers oder Darmsp\u00fclungen (z.B. durch einen am Darm angelegten Malone Button). Eine geregelte Verdauung ist sehr wichtig, da sich bei h\u00e4ufigen Verstopfungen das m\u00f6glicherweise schwache Darmgewebe weiten kann und der Druck beim \u201ePressen\u201c gleichzeitig den Blutdruck und damit den Druck auf die eventuell schw\u00e4cheren Gef\u00e4\u00dfe erh\u00f6ht. Zu weiteren Therapien geben wir gerne Auskunft.<\/p>\n<p>Ein Hauptproblem bei der Diagnosestellung und Verbesserung der Therapie ist dieses sehr bunte klinische Bild der Patienten mit Filamin A-Mutationen und die bis heute unzureichende Erfahrung in der Behandlung gr\u00f6\u00dferer Patientengruppen mit dieser seltenen Erkrankung. Hier soll jetzt erstmals eine interdisziplin\u00e4re Studie helfen, systematisch die klinischen Symptome von Patienten mit Filamin A-Mutation und f\u00fcr Patienten mit anderen, genetisch bedingten Migrationsst\u00f6rungen, den nat\u00fcrlichen Verlauf der Erkrankung und die Effekte verschiedener heute eingesetzter Therapieans\u00e4tze sowie die Lebensqualit\u00e4t zu erfassen, um auf dieser Basis erstmals evidenzbasierte Therapieans\u00e4tze entwickeln zu k\u00f6nnen. Langfristige Ziel dieser Studie ist eine bessere Therapie der Erkrankung und eine bessere Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><br \/>\n\n\t        <div class=\"tb-panel panel panel-default\">\n\t            <div class=\"panel-heading\">\n\t                <a class=\"panel-title\" data-toggle=\"collapse\" data-parent=\"\" href=\"#toggle_8834907246ade6e050622b\">\n\t                    <i class=\"fa fa-plus-circle switch-me\"><\/i> Studie &amp; Kontakt\n\t                <\/a>\n\t            <\/div><!-- .panel-heading (end) -->\n\t            <div id=\"toggle_8834907246ade6e050622b\" class=\"panel-collapse collapse\">\n\t                <div class=\"panel-body\">\n\t                    <p>Wenn viele Betroffene mitmachen, verbessern sich die Chancen f\u00fcr gute Behandlungsm\u00f6glichkeiten. Also bitte mitmachen.<br \/>\nDiese Studie wird gemeinsam vom Zentrum f\u00fcr Humangenetik am Universit\u00e4tsklinikum Regensburg (Frau PD Dr. med. Ute Hehr) und zwei Abteilungen am Universit\u00e4tsklinikum Erlangen, dem ZEE (Dr. med. Burkhard Kasper) und der Abteilung f\u00fcr Molekulare Neurologie (Prof. Dr. med. J\u00fcrgen Winkler) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Betroffene k\u00f6nnen sich melden bei:<\/strong><\/p>\n<p>PD Dr. med. Ute Hehr<br \/>\nZentrum f\u00fcr Humangenetik<br \/>\nam Universit\u00e4tsklinikum, D3<br \/>\nFranz-Josef-Strauss-Allee 11<br \/>\n93053 Regensburg<br \/>\nTel.: +49-(0)941 &#8211; 944 5410<br \/>\nFax: +49-(0)941 &#8211; 944 5402<\/p>\n<p>info@humangenetik-regensburg.de<\/p>\n<p><strong>Kontakt kann von den Regionalansprechpartner vermittelt werden:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. med. G\u00f6khan Uyanik<\/strong><\/p>\n<p>Facharzt f\u00fcr Neurologie<br \/>\nInstitut f\u00fcr Humangenetik<br \/>\nUniversit\u00e4tsklinikum Hamburg-Eppendorf<br \/>\nMartinistr. 52<br \/>\nD-20246 Hamburg<\/p>\n<p><strong>Priv.-Doz. Dr. Deborah J. Morris-Rosendahl<\/strong><\/p>\n<p>Universit\u00e4tsklinikum Freiburg<br \/>\nInstitut f\u00fcr Humangenetik und Anthropologie<br \/>\nBreisacherstr. 33<br \/>\nD-79106 Freiburg<\/p>\n<p>Tel.: +49-(0)761 -270 7027 oder -270 7028<br \/>\nFax: +49-(0)761 -2707018<\/p>\n<p><strong>Priv.-Doz. Dr. med. Frank Rutsch<\/strong><\/p>\n<p>Klinik u. Poliklinik f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin<br \/>\nStoffwechselabteilung<br \/>\nUniversit\u00e4tsklinikum M\u00fcnster<br \/>\nAlbert-Schweitzer-Str.33<br \/>\nD-48149 M\u00fcnster<\/p>\n<p>Tel.: +49-(0)251 -8347750 oder -8348002<br \/>\nFax: +49-(0)251 -8347735<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. med. J\u00fcrgen Winkler<\/strong><\/p>\n<p>Universit\u00e4tsklinikum Erlangen<br \/>\nLeiter der Molekular-Neurologischen Abteilung<br \/>\nSchwabachanlage 6<br \/>\nD-91054 Erlangen<\/p>\n<p>Tel: +49-(0)9131-853 9323<br \/>\nFax: +49-(0)9131-853 6597<\/p>\n\n\t                <\/div><!-- .panel-body (end) -->\n\t            <\/div><!-- .panel-collapse (end) -->\n\t        <\/div><!-- .panel (end) --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Denn wir glauben, dass \u2026 wir gemeinsam st\u00e4rker sind und Sorgen und Probleme besser tragen k\u00f6nnen. wir uns gegenseitig unterst\u00fctzen k\u00f6nnen, unser Kind so anzunehmen und zu lieben, wie es geboren wurde. wir gemeinsam anregen k\u00f6nnen, dass in naher oder ferner Zukunft wirksame Therapien oder Medikamente gefunden werden k\u00f6nnen. auch erwachsene Betroffene sich gegenseitig weiterhelfen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-55","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/55","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/55\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1271,"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/55\/revisions\/1271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lissenzephalie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}